Ihr Coffee Shop

Für jemanden wie uns, die zusammen fast 50 Jahre in der Kaffeebranche tätig sind, ist es im Nachgang betrachtet eigentlich eine verrückte Geschichte mit den Coffee Shops.

Wie konnte es nur so weit kommen?

Mitte der 70ziger Jahre gab es in Deutschland eigentlich nur den klassischen Filterkaffee; etwas anderes, so zum Beispiel der Espresso, war in Deutschland kaum zu bekommen. Ich erinnere mich noch genau, dass meine Eltern in der Zeit unserer gemeinsamen Urlaube in Spanien und Italien stets deutschen Filterkaffee im Gepäck hatten, da man diesen furchtbaren Kaffee „dort“ ja nicht trinken konnte. Als ich selbst 1985 bei der Familie Schopf meine Tätigkeit in Berlin für die Firma Eduscho (Eduard Schopf) aufnahm, gab es in den rund 600 eigenen Filialen ausschließlich die Tasse Kaffee für 70 Pfennig und etwas später noch den großen Pott für 1 Mark.

Es war die Zeit der großen Preiskämpfe im Kaffeemarkt, und die Devise hieß eigentlich immer nur „billig, billig, billig“, um Marktanteile zu sichern. Leider hat sich auch die Mentalität der Menschen damals schon zu einer Frühform von „Geiz ist geil“ entwickelt, so dass die kleinen und traditionellen Kaffeeröstereien, die es früher zu Hauf in Deutschland gab, fast vollständig vom Markt verschwunden waren.

Leider sind mit den ständig sinkenden Preisen natürlich auch die Qualitäten immer weiter in den Abgrund gerutscht. So konnte sich Vietnam innerhalb weniger Jahre auf den 3. Platz der kaffeeproduzierenden Länder schieben, mit minderwertigen Qualitäten, die man in gemahlenem Zustand im Winter besser als Streumittel für vereiste Bürgersteige als im Getränkebereich einsetzen sollte.

In Amerika gab es eine ähnliche Entwicklung. Schon zu Zeiten von „den Straßen von San Francisco“ bekamen Karl Malden und Michael Douglas zu ihren obligatorischen Donuts Kaffee im „free refill“, der vorher schon einige Zeit auf der Warmhalteplatte der Kaffeemschine in der Glaskanne vor sich hin geschmort und mit Sauerstoff zu einem bitteren Gebräu mutiert ist. Zu dieser Zeit, als der Teekonsum in den U.S.A. sich aufmachte, den Kaffee zu überholen (aufgrund der beschriebenen Qualität), urlaubte ein gewisser Howard Schulz in Italien und war fasziniert von der Qualität frisch gemahlener Kaffeebohnen, aus denen Espresso, Cappuccino, Latte Macchiato und weitere leckere Kaffeespezialitäten zubereiten wurden. Wieder zu Hause in den U.S.A. angekommen, versuchte er, seinen Arbeitgeber -eine gewisse Company mit dem Namen Starbucks- davon zu überzeugen, Coffee Shops zu bauen, die die italienische Kaffeekultur auf den amerikanischen Markt mit gewissen Modifizierungen (think big) übertragen. Sein damaliger Arbeitgeber war nicht überzeugt, so dass Howard Schulz kündigte und in der Stadt Seattle selbst den 1. Coffee Shop mit Namen „il Journale“ eröffnete. Den Namen wählte er, weil er beobachtet hatte, dass viele Italiener in die Cafe´s gingen, um dort einen Blick in die Zeitung zu werfen und dabei einen Espresso zu genießen. Das „il Journale“ war ein riesiger Erfolg und wurde vervielfacht, Howard Schulz kaufte seinen ehemaligen Arbeitgeber auf und betreibt heute die größte Coffee Shop-Kette der Welt.

So weit, so gut. Was uns an dieser Idee faszinierte, waren die schier unbegrenzten Möglichkeiten der Getränkekombinationen.

Deswegen „COFFEE UNLIMITED“.

So können Sie bei der Auswahl oder Zusammenstellung Ihrer persönlichen Kaffeespezialität wählen:

  • aus 4 verschiedenen Espressi
  • oder 6 (wechselnden) Filterkaffees
  • aus 7 Sorten Milch
  • aus 3 verschiedenen Größen
  • aus 16 verschiedenen Sirup-Sorten
  • ob mit extra Espresso-Shot
  • zum Unterwegs genießen
  • oder bei uns im Coffee Shop und schauen uns ein wenig beim Rösten zu.

Da wir schon immer die Kaffeequalität selbst bestimmen wollten, haben wir uns dazu entschieden, das Rösten in eigene Hände zu nehmen. So sind wir nicht auf die Produktion durch andere angewiesen und bereiten den Kaffee stets so zu, wie wir meinen, dass es für Alle am besten ist.

Wir begreifen den Kaffee als Frischeprodukt und nicht als Konserve.

Um diese kompromisslose Frische gewährleisten zu können, ist es für uns unabdingbar, die Rösterei im eigenen Hause zu haben.

Auch wir sind überzeugt von der so genannten „3 M-Theorie“ für den perfekten Espresso-Shot, allerdings in leicht erweiterter Form: Das 1. M steht für „Miscela“, die Mischung des kaffees, wobei wir natürlich nicht nur den fertig gerösteten Kaffee sondern auch den qualitativ hochwertigsten Rohkaffee mit einbeziehen. Das 2. M steht für „la Maccina“ und bezieht sich auf die Espressomaschine zur Zubereitung, natürlich ein Hebelautomat oder auch Siebträger, keine vollautomatische Maschine, die auch von einer ungelernten Kraft bedient werden kann. Wir beziehen das 2. M noch auf eine anderen Maschine: nämlich unseren Trommelröster, durch den wir in schonender Langzeitröstung zwischen 15 und 20 Minuten die Qualität erreichen können, die wir selbst gern trinken. Das 3. M steht für „la Manu“, die Hand des Barista –des Helden am Siebträger- der genau weiß, was zu tun ist, um den perfekten Espresso zuzubereiten und freundlich und unbeschwert aus Überzeugung, das perfekte Getränk nach den Wünschen seines Gastes zuzubereiten.

Herzlichst

Ihr Christian Haase

Coffee Shop
Hammerbrook

Hammerbrookstraße 75
City Süd
20097 Hamburg

Mo bis Fr 7:00 bis 18:00

Tel: 040 / 23 68 69 68
Fax: 040 / 23 68 68 18

Coffee Shop
Borgweg

Bahnhof Borgweg
Borgweg 15
22303 Hamburg

Mo bis Fr 7:00 bis 19:00
Sa und So 08:00 bis 19:00

Tel: 040 / 23 68 69 68
Fax: 040 / 23 68 68 18